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Ostermontag

Mathias Hartewieg // Es ist nicht zu fassen

Es ist nicht zu fassen. Zwei Freunde sind auf dem Weg. Sie haben ihren Freund verloren. Er ist tot. Alles ist aus. Nichts geht mehr. Und doch müssen sie weitergehen. Irgendwie. Mit Herzen schwer wie Steine. So erzählt die Bibel. Die Zwei sind auf dem Weg nach Emmaus. Verloren haben sie Jesus, den man gekreuzigt hat. Sie trauern.

Da kommt ein Fremder dazu. Er fragt sie, warum sie so traurig sind. Einer der beiden erzählt von ihrem besten Freund: Er hat uns gezeigt, was echte Freundschaft ist. Das Freunde alles füreinander geben. Und der andere erzählt weiter: Zusammen waren wir viel unterwegs. Wir haben so viel gesehen und durchgestanden – mit seiner Hilfe. Einmal, einmal haben wir zusammen auf einem Berg gestanden. Da haben wir zum ersten Mal erlebt, wie gut es tut, dem Himmel so nah zu sein.

Ich werde mich für den Rest meines Lebens auch an die langen Abende erinnern. Wir haben zusammen gegessen und getrunken. Das Leben gefeiert. Und alle waren eingeladen. Die beiden spüren, wie ihr Herz beim Erzählen leichter wird.

Und plötzlich ist ihr Wegbegleiter weg. Die Zwei sind wieder allein. Es ist nicht zu fassen…Aber wie ein Funke breitet sich ein Gedanke aus: Der Wegbegleiter war mehr als nur ein dahergelaufener Mensch. Dieser Funke steckt an. Selbst die Steine im Herzen fangen an zu glimmen. Sie schmelzen dahin. Das Herz brennt. Die Liebe feiert das Leben. Jesus ist auferstanden. Es ist nicht zu fassen – und doch wahr!

Vikar Mathias Hartewieg

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