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Invokavit

Madeleine Landré // Fang an

Ich fühl‘ mich oft zerrissen,
werde hin- und hergeschmissen
zwischen
meinem rechten Gewissen
und „drauf geschissen“.

Mich stört das Getöse im Zwist
und dass die Welt so böse ist.
Manche Menschen stört das nicht,
aber mich
führt es zur Ethik, zur Liebe, zu Gott.

Und ich denk: „Jetzt erst recht!“
Und ich hetz ins Gefecht,
wenn ich das Böse sehe
in der Welt, in mir,
weil ich mit Gott gehe
und den Ausweg sehe.

Denn seine Liebe anzunehmen,
sich der Gnade nicht zu schämen
bedeutet
sich selbst anzunehmen,
und diese Liebe weiterzugeben.

Das ist nicht leicht,
wenn du weißt, was es heißt,
mit liebendem Herzen die Schmerzen auszumerzen,
den Menschen zu begegnen,
sie zu segnen.

Es bringt dich weiter auf der Leiter
des Lebens,
ist nicht vergebens,
wenn du durchhältst,
die Gleichgültigkeit tilgst,
nach dem Höchsten strebst
Und Gottes Liebe lebst!

Zieht es dich zu einer besseren Welt,
in der der Hass zerfällt,
weil niemand ihn aufrechterhält?
Dann hör auf, es vor dir her zu schieben:
Fang an zu lieben!

Text: Madeleine Landré, Göttingen
Photo by Gia Oris on Unsplash

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